Die Erfolgsgeschichte mit dem Toaster

Aus Offenbach am Main in die Welt: Rowenta steht seit über einem Jahrhundert für Innovationen und Qualität im Haushalt. Noch heute fertigt das Unternehmen, das seit 1988 zur französischen Groupe SEB gehört, die Produkte zum Teil in Deutschland. Wir haben einen Blick auf die spannende Geschichte mit bahnbrechenden Erfindungen geworfen.

Vom Leder zum Luxus

Als Robert Weintraud 1909 gemeinsam mit einem Geschäftspartner das Unternehmen gründet, das im Dezember des selben Jahres in Anlehnung an Rowenta, Toaster, Markeseinen Nahmen in Rowenta umbenannt wird, ist die Manufaktur kein Neuland für ihn. Bereits seit 1804 stellte seine Familie Konsumgüter her, vor allem für die lokale Lederverarbeitung. Die Produktpallette umfasst anfänglich Gürtelschnallen, Beschläge und Lampen, vergrößert sich allerdings rasch.

Zunächst stießen Schreibwaren, Raucher- und Hygieneartikel dazu, bevor Rowenta die Zeichen der Zeit erkannte und kleine elektrische Haushaltsgeräte entwickelte. Bereits 1915 erschien der erste Toaster der Marke – eine Sensation für die damalige Zeit und ein Unikum auf dem Kontinent. Noch immer ist der Toaster bei Rowenta im Programm, mittlerweile mit einem integrierten digitalen Steuer-Display. Das ambitionierte Ziel: Der beste Lieferant dieser damals als Luxuswaren angesehenen Produkte in Europa zu werden.

Jahre des Aufschwungs

Diese Strategie wurde mit Erfindergeist und technischem Knowhow konsequent fortgeführt. Ab den 1920er-Jahren gehörten Bügeleisen, Kaffeemaschinen und Wasserkocher zum Sortiment. Es war ein boomender Markt, der die anstrengende Arbeit für Millionen Hausfrauen vereinfachte. Ein Jahrzehnt später hielt der Fortschritt auch im hessischen Werk Einzug, die Produktion wurde zum Teil maschinell ausgeführt. Es war der erste Schritt in die Massenherstellung, die nach dem Zweiten Weltkrieg startete.

Doch nicht nur in Offenbach suchte Rowenta nach Lösungen, die das Leben angenehmer machen: Bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung und dem hohen Bedarf wurden zwischen 1959 und 1968 insgesamt drei neue Produktionsstätten gegründet – Rowenta, Toaster, Markeunter anderem die noch heute aktive Zweigstelle in Erbach. Hergestellt wurde, was der Markt verlangte, unter anderem Feuerzeuge und Föhne.

Der Weg zur Weltmarke

Was die Lieferbände der Produktionsstätten verließ, überzeugte durch Qualität und Erfindergeist. Dieser Ruf sprach sich schnell herum und endete nicht an den Grenzen der noch jungen Bundesrepublik, wodurch Rowenta die Aufmerksamkeit der amerikanischen Sunbeam Corporation auf sich zog. Die Fusion 1963 bedeutete für Rowenta gleichzeitig den Start der Internationalisierung. Im Laufe der Zeit wurden acht Tochterfirmen in aller Welt gegründet, von Österreich über Frankreich und den Niederlanden bis in die Vereinigten Staaten überzeugt Rowenta seitdem die Kunden mit ihren fortschrittlichen Ideen.

Nachdem der amerikanische Mutterkonzern bereits einige Jahre zuvor von der Groupe SEB übernommen wurde, gehört auch Rowenta seit 1988 zur Familie. Als Spezialist in den Bereichen Haushalt, Wäsche und Körperpflege spielt Rowenta bis heute eine wichtige Rolle für die Unternehmensgruppe aus Écully bei Lyon.

Wer hat’s erfunden?

Kein Wunder, denn die Entwicklungen der Marke sind stets innovativ und überzeugen mit technischer Raffinesse. Während in der Nachkriegszeit aus heutiger Sicht eher selbstverständliche Produkte wie tragbare Heizkörper, Bügeleisen, RowentaWärmelampen und Ventilatoren für Aufsehen sorgten, spezialisierte sich die beliebte Marke mit der Zeit immer stärker im Bereich der Hygiene und Sauberkeit. Als Vorreiter für moderne Bügeleisen produzierte Rowenta 1949 das erste Modell mit Temperaturregler und Keramik-Heizelementen, brachte 1957 den Dampfbügelautomaten auf den Markt und stellte Edelstahl-Bügeleisensohlen mithilfe von Lasertechnik her. Noch heute werden in Erbach jährlich rund 1,5 Millionen Bügeleisen in einer der modernsten Fabriken Europas produziert.

Auch die Erfindungen im Staubsauger-Segment folgen der Maxime, die praktischen Probleme des Alltags zu lösen. Das 1994 vorgestellte Kompakt-Modell „Dymbo“ lässt sich etwa bequem über der Schulter tragen. Mit „Delta“ führte Rowenta einen dreieckigen Aufsatz ein, mit dem jede Ecke kinderleicht gereinigt wird. Als Nachfolger des „Infinium“, dem ersten beutellosen Staubsauger der Groupe SEB, startete 2006 der „Intens“ – in der Entwicklung arbeiteten die Ingenieure mit Experten aus der Luftfahrt zusammen. Und der kabellose „Air Force Flex“ bietet bis dahin nicht gekannte Möglichkeiten durch ein Gelenk im Saugrohr.

So schön kann umweltfreundlich sein

Nicht nur in der Reinigung nahm Rowenta stets die Rolle als Vorreiter ein, auch im Beauty-Segment ist die Marke nicht mehr wegzudenken. Egal ob elektrische Zahnbürsten wie die bekannte „Dentajet“ aus 1977 oder Fußmassage-Geräte – die Produktpalette Rowenta, Toaster, Markewar seiner Zeit stets einen Schritt voraus. Mithilfe umfangreicher Studien und einem ausgezeichneten Gespür für Fashion-Trends wurde zudem eine breite Auswahl an semi-professionellem Haarstyling-Equipment geschaffen, mit dem der Look der Stars kinderleicht nachempfunden werden kann.

Dabei spielt auch der Naturschutz eine entscheidende Rolle: Rowenta verpflichtet sich zu einer Minimierung der Umweltauswirkungen seiner Produkte. Ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt, dass die Kunden noch lange dieselbe Freude an der Nutzung der Innovationen haben, die Menschen seit 1909 verspüren. Ganz getreu dem internationalen Motto der Marke: „Enjoy Technology“.

18. Juni 2019

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