Kinder, unsere Köche von morgen – Tipps für den Start

Kochen mit Kindern kann richtig Spaß machen und nebenbei lernen die Kleinen auch noch so manches. Zum Beispiel schulen sie beim Schneiden oder Schälen ihre motorischen Fähigkeiten. Und sie erfahren Schritt für Schritt, wie das Essen zubereitet wird. Am Ende profitieren sogar die Eltern davon: Denn selbst zubereitet schmeckt es den Kindern gleich viel besser und die Bereitschaft künftig in der Küche mit zu helfen steigt auch (ein wenig)! Hier kommt Teil 2 unserer kleinen Serie mit vielen Tipps.

Vorbereitung ist das A und O

Schön ist es, wenn die Kinder bereits bei der Vorbereitung und Planung integriert werden, zum Beispiel beim Aussuchen des Rezeptes. Kochbücher bieten viele Inspirationen. Wenn gekocht wird, was sich das Kind ausgesucht hat, ist die Motivation gleich viel höher. Zusätzlich kann man auch gemeinsam eine Einkaufsliste schreiben und einkaufen gehen. So sind die Kinder am gesamten Prozess beteiligt.

Alternativ wird das Kind bei der Vorbereitung des Kochens mit eingebunden. Gemeinsam sucht man alle Zutaten zusammen und bereitet sie vor, d.h. waschen, schneiden, wiegen, Wasser aufsetzen usw.

Achtet aber darauf, dass ihr die Kinder nicht überfordert. Zwei maximal drei Speisen sollten am Ende zur Auswahl stehen. Einige Kinder haben selbst Ideen oder Wünsche, aber meist ist das dann immer das gleiche oder nicht besonders gesund, hier könnt ihr kombinieren. Mal das, was das Kind sich wünscht, mal etwas Gesundes.

Der Name ist Programm

Was tun, wenn es den Kleinen nicht schmeckt? Wir empfehlen eine kleine Geschichte oder ein Märchen zum Gericht zu erzählen oder den Speisen tolle Namen, wie Wikingertopf oder Piratenspieß, zu geben. So werden die Geschmackssinne sofort positiv beeinflusst. Prinzessin Lollifee hat genug von Torten und Pudding. Ihr neues Lieblingsessen heißt „Zaubersalat“ und „Rosengemüse“. Noch besser sind Namen, in denen die Worte „Salat“ und „Gemüse“ gar nicht erst vorkommen, wie z. B. Cowboy-Pfanne, Zauberspeise und Rosensorbet, Einhornnudeln und Sternenfrikadelle, Elfentorte oder Prinzenmuffin. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Unser Tipp: Kinder essen am liebsten recht einfache Dinge. Sie brauchen weder exotische Gewürze noch vielerlei Zutaten. Es genügt vollkommen, wenn das Gemüse ein wenig gedämpft und mit etwas Butter oder Mandelmus verfeinert serviert wird.

Gekocht oder roh?

Viele Kinder verabscheuen Möhrengemüse, essen aber sehr gerne rohe Möhren-Stifte. Salate sind sehr beliebt, wenn sie eine süße Geschmacksnote enthalten. Bereitet beispielsweise einen saftigen Möhrensalat aus fein geraspelten Möhren und Äpfeln zu. Auch ein Dressing, in dem frisch gepresster Orangensaft den Essig oder Zitronensaft ersetzt, sorgt für begeisterte Gesichter, sobald der Salat auf dem Tisch steht. Am besten wählt man milde und farblich ansprechenderen Gemüsesorten, wie z. B. bunte Paprika. Gekocht stehen Süßkartoffeln oder der köstliche Hokkaido-Kürbis hoch im Kurs. Noch mehr Ideen, um Kinder für Gemüse zu begeistern, findet ihr hier.

Geschmacksorgane testen und reizen

Riechen und schmecken ist spannend. Kinder finden einen „Kräuterausflug“ sehr aufregend, indem er sie einfach die verschiedene Kräuter probieren lasst. Sehr gut funktioniert auch das Spiel, die Kleinen mit verbundenen Augen verschiedene Dinge probieren zu lassen. Das macht Spaß und schult den Geschmackssinn. Denkt dabei nicht zu kompliziert, Nüsse, Gemüse und Obst reichen, ruhig mal mit einem Gummibärchen oder etwas Scharfem abwechseln.

Kindgerechtes Küchenequipment

Mit dem eigenen Messer schneidet sich das Gemüse viel besser. Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die speziell für Kinderhände das richtige Equipment, beispielsweise Messer oder Schäler anbieten. Das Messer sollte übrigens nicht stumpf sein, aber auch nicht so scharf, wie ein japanisches Chefkochmesser. Trotzdem solltet ihr dem Kind die Schärfe und die richtige Technik vorher vermitteln.

Selbstanbauen

Kindern macht es große Freude, direkt aus dem Garten knackige Tomaten, süße Paprika, aromatische Himbeeren oder saftige Äpfel zu naschen. Ihr habt keinen Garten? Das macht nichts, dann legt euch einen Zaubergarten eben auf der Fensterbank an und züchtet dort gemeinsam mit euren Kindern Sprossen. Oder werdet zum Indoor-Gärtner mit dem Smart Garden von Emsa.

Los geht’s: Rezepte raussuchen, Kräuter kaufen und probieren, die Küche wird zum gemeinsamen Erlebnispfad!

10. Mai 2019