Dinner mit Freunden – zusammen is(s)t man
weniger allein

Gemeinsam schmeckt das Essen noch besser und selbst Mordfälle lassen sich in geselliger Runde leichter lösen. Mordfälle? Aber ja! Wir haben in diesem Beitrag Tipps und Tricks rund um eine gelungene Dinner-Party mit Freunden gesammelt, die ruhig ein wenig außergewöhnlicher sein dürfen: von der Auswahl der richtigen Gäste, über raffinierte Rezeptideen bis hin zu Unterhaltungstipps am Küchentisch.

Kommt vorbei!

Ein gelungenes Abendessen beginnt mit der Auswahl und Einladung der Gäste. Hier empfiehlt es sich, nicht mehr als sechs Personen einzuladen. Es sei denn, du bist es gewöhnt, für viele Mäuler zu kochen und behältst auch bei drei oder mehr dampfenden Töpfen einen kühlen Kopf.
Interessant wird der Abend, wenn du nicht die Standard-Gruppe einlädst, mit denen du seit Jahren in den Urlaub fährst, sondern ein wenig Freunde zusammenwürfeln spielst: Die Mädels aus dem Pilates-Kurs kennen die Freunde vom Hockey-Spiel noch nicht? Volltreffer! Besonders ausgeklügelt wird es übrigens, wenn sich niemand am Tisch kennt – wer weiß, vielleicht schließen sich an deinem Abendbrottisch Freundschaften fürs Leben?

Die Gästeliste steht? Gut, dann Briefpapier und Stiftebox parat halten, denn Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal eine schriftliche Einladung per Post erhalten? Das ist Jahre her? Deinen zukünftigen Gästen geht es bestimmt nicht anders, daher ist die Freude groß, wenn auf einmal eine handgeschriebene Dinner-Einladung im Briefkasten wartet. Wer seine Handschrift absolut nicht mag, kann natürlich auch eine Einladungskarte am Computer gestalten und ausgedruckt verschicken. Am besten schon auf der Einladung vermerken, ob gemeinsam gekocht wird oder ob die Gäste bekocht werden. Ein Motto à la „spanische Tapas-Runde“, „Pasta-Liebe auf italienische Art“ oder „mexikanische Dinner-Grüße“ lässt die Gäste wissen, worauf sie sich einstellen können.

Das Tischlein deckt sich fast von allein

Gut geplant, ist halb gekocht. Daher alles, was vor Beginn des eigentlichen Kochlöffelschwingens getan werden kann, vorbereiten: Die Getränke kühl stellen, die Pizzasauce vorkochen, den Auflauf ofenfertig machen, das Dessert zubereiten, den Eiswürfelvorrat aufstocken … Auch den Tisch vorher decken und dekorieren. Dabei gilt: weniger ist mehr! Schöne Stoffservietten, ein Blumenstrauß in der Mitte des Tisches oder ein paar Gräser und Blüten darauf verteilt und hübsches Geschirr reichen schon. Ein paar Kerzen machen das gemütliche Ambiente perfekt.

Oh, hallo Freunde!

Die Gäste trudeln langsam ein – doch wann wird serviert? Etwa eine Stunde nach Ankunft sollte das Essen auf dem Tisch stehen, denn normalerweise macht man sich zu einer Dinner-Einladung mit knurrendem Magen auf. Wenn dann noch permanent Kreuzkümmel- oder Oregano-Gerüche aus der Küche rüber wehen, ist es schwer, sich auf das Gespräch mit dem Tischnachbarn zu konzentrieren. Wird gemeinsam mit den Freunden gekocht – auch das bringt Spaß – am besten ein Gericht wählen mit wenig Vorbereitungszeit. Wer alleine kocht, ist dankbar über kleine Helfer in der Küche: Im KRUPS Wunderkessel ist die Bolognese dank der Schnellkochfunktion „Garen unter Druck“ in 15 Minuten fertig. Schon bleibt dir mehr Zeit für Begrüßungsumarmungen, Vorstellungsrunden und die Getränkeausgabe.

Der Koch empfiehlt …

Keine Ideen für ein gelungenes Abendessen? Für die Vorspeise bieten sich einfache Blattsalate, die mit Granatapfelkernen, geröstetem Sesam oder Kürbiskernen verfeinert werden, Gemüsesticks mit Hummus zum Dippen oder fluffiges Brot mit selbstgemachter Kräuterbutter an. Raffiniert wird die Vorspeise mit herzhaften Käse-Keksen oder einem im Ofen überbackenen georgischen Brot.

Nun ist der Hauptgang dran. Besonders im Kommen sind spanische Tapas, bei denen der Übergang von der Vorspeise zum Hauptgang fließend ist und jeder nach Lust und Laune zugreifen kann. Oder die israelische Küche, die ein ganz neues Lebensgefühl auf den Tisch bringt. Etwas klassischer wird es mit Schmorgerichten aus dem Ofen, gefülltem Gemüse oder einem ruckzuck One-Pot-Gericht mit Pizza-Pasta-Flair, das besonders kochfaule Gastgeber erfreut. Besonders unkompliziert, mit den richtigen Toppings aber nicht minder raffiniert, wird der Abend, wenn die Gäste versuchen, sich mit ihren Sandwich-Kreationen gegenseitig zu übertrumpfen: Ein Sandwich-Toaster macht es möglich.

Zeit für das süße Highlight des Abends, das gar nicht viel Arbeit machen muss. Ein Schwedenbecher – einfach Vanilleeis, Apfelmus und Sahne parat haben – oder Schokomousse – am Tag vorher zubereitet – reichen vollkommen aus. Wer dennoch etwas ausgefalleneres servieren möchte, findet an glasierten Zimtschnecken oder Mandel-Milchreis vielleicht gefallen.

Es geschah im Esszimmer …

Nach dem Essen ist der Abend noch lange nicht vorbei! Jetzt wird Geschichten gelauscht, über Witze gelacht und vielleicht das ein oder andere Spiel gespielt. Übrigens: Wer den ganzen Abend unter einem Motto gestalten möchte, kann sich natürlich bei der Dekoration, dem Dresscode und den Spielen mehr austoben. Der spanische Tapas-Abend wird mit Flamenco-Klängen, einer Piñata, eine mit Süßigkeiten gefüllten bunten Figur aus Pappmaché und roter Abendgarderobe noch origineller. Spaß bringt es auch, mit Freunden ein Krimi-Dinner zu spielen und knifflige Mordfälle bei Kartoffelklößen und Ofengemüse zu lösen. Viele Kartenspiele findet man dazu mittlerweile im Netz. Und wer es lieber auf die altertümliche Art mag: War da nicht noch das Cluedo-Brettspiel im Keller?

Wenn die Bäuche gefüllt, die Töpfe leer und die Täter gefasst sind, wird es Zeit, den Abend ausklingen zu lassen. Ein letztes Getränk – vielleicht einen Espresso oder Kaffee für den längeren Nachhauseweg – und ein kleines Abschiedsgeschenk, zum Beispiel eine Ras-El-Hanout-Gewürzmischung in kleinen Mehrweggläsern abgefüllt, wird deine Gäste noch lange an den Abend erinnern und dafür sorgen, dass sie mit einem warmen Gefühl in der Herz- und Magengegend nach Hause gehen.

17. Mai 2019