Tefal – Französische
Revolution in der Küche

Vor über 60 Jahren veränderte Tefal das Kochen für immer: Mit der neuartigen Teflon-Beschichtung wurde Braten ohne Zugabe von Fett zum Kinderspiel – die erste Erfindung in einer Reihe von Innovationen. Bevor das Unternehmen, das seit 1968 zur Groupe SEB gehört,Tefal, Geschichte, Braten, Pfanne den Siegeszug in der ganzen Welt antreten konnte, musste der Erfinder jedoch einige Hürden überwinden.

Vom Angler zum Pfannen-Experten

War Marc Grégoire ein Glückspilz? Der Franzose hätte diese Frage 1954 wohl verneint. Seine Idee, selbstgebaute Angelrouten aus Fiberglas mit Teflon zu behandeln, um die Herstellung zu vereinfachen, hatte keinen wirtschaftlichen Erfolg. Und als der Ingenieur auf den Ratschlag seiner Frau hin die heimischen Aluminium-Pfannen mit dem abweisenden Material beschichtete, war nur seine Herzensdame begeistert – die Industrie zuckte nicht mit der Wimper. Gab es wirklich keinen Markt für das Produkt, mit dem sich Bratgut leichter lösen und der Abwasch in bis dahin nicht gekannter Geschwindigkeit erledigen ließ?

Aus der Werkstatt in die weite Welt

Grégoire glaubte an die Idee und startete die Produktion in Eigenverantwortung. Nicht nur in der heimischen Werkstatt zeigte sich Tefal, Geschichte, Braten, Pfanneder Visionär einfallsreich, auch in der Vermarktung ging er neue Wege. So führte seine Frau Colette die Pfannen in Geschäften vor, während gleichzeitig Plakatwerbung auf die revolutionären Vorteile hinwies. Mit Erfolg: 1956 gründete das Ehepaar die Firma Tefal, dessen Name sich von den Anfangsbuchstaben der Materialien Teflon und Aluminium ableitete. Mit dem Slogan „La Poêle Tefal, la poêle qui n’attache vraimant pas“ (Die Pfanne von Tefal, die Pfanne, die wirklich nicht haftet) begann der weltweite Siegeszug.

Bereits 1959 eröffnete Tefal in Belgien die erste Niederlassung im Ausland. Ein steiler Aufstieg, der in einem der größten Märkte der Welt fortgesetzt werden sollte – doch die Amerikaner waren skeptisch. Erst als die Präsidentengattin Jackie Kennedy 1961 mit einer Pfanne von Tefal in der Hand beim Verlassen eines Geschäfts von Journalisten fotografiert wurde, setzte auch in den Staaten ein regelrechter Hype ein. Tefal verzeichnete ein rasantes Wachstum in Europa, Afrika, Amerika, Australien, Japan sowie im Nahen Osten und ist heute in über 120 Ländern vertreten.

Für Profis und Hobby-Köche

Das Sortiment vergrößerte sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich: Angetrieben von dem hauseigenen Erfindergeist folgten Töpfe, der Welt und vieles mehr. Außerdem schaffte Tefal den Sprung aus der Küche in weitere Lebensbereiche und stellte seit den 1980er-Jahren auchTefal, Geschichte, Braten, Pfanne , Personenwaagen, Telefone und Hilfsmittel für die Kinderbetreuung, wie Babyphone und Flaschenwärmer, her. Kein Wunder, dass 2016 der runde Geburtstag der Marke gefeiert wurde.

Der Fokus auf die Weiterentwicklung von Küchengeräten und die Vereinfachung des Kochens wurde nie aus den Augen verloren. So schwören der britische Herd-Virtuose Jamie Oliver und unser Geschmacksexperte Steffen Henssler bei ihrer täglichen Arbeit auf Utensilien von Tefal, genau wie Millionen Kunden rund um den ganzen Globus.

Mit gutem Beispiel voran

Während in den Küchen dank Tefal nichts anbrennt, verlor auch das Unternehmen nie die (Boden-) Haftung. Der Hauptproduktionsstandort ist das französische Rumilly, eine Gemeinde mit rund 15.000 Einwohnern am Fuße der französischen Alpen. 45 Millionen Teile werden jährlich aus den Werken in der von altertümlichen Gebäuden mit Rundbögen und bunten Blumen geprägten Stadt geliefert. Um mit gutem Vorbild voranzugehen, verfolgt Tefal fünf Prioritäten: Die Einhaltung ethischer Prinzipien bei der Herstellung, eine verantwortungsvolle Personalpolitik, kommunale Unterstützung, die Gewährleistung von Gesundheit und Sicherheit durch hochwertige Produkte und den Schutz der Umwelt – von der Herstellung über den Transport bis zur Verwendung durch den Konsumenten.Tefal, Geschichte, Braten, Pfanne

Gemeinsam mit UNICEF werden zudem unterernährte Kinder mit therapeutischen Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln sowie besonderer Pflege unterstützt, während ihre Eltern Informationen über gute Ernährungsgewohnheiten erhalten. Dafür führt Tefal jedes Jahr eine Produktreihe ein, bei der aus jedem Verkauf mindestens ein Euro gespendet wird. Über 1,5 Millionen Euro kamen so bereits zusammen für die Hilfe an notleidende Kinder in Madagaskar, Indien, Südafrika und Burkina Faso.

Merci, Marc Grégoire! Für uns bist du ein echter Glückspilz.

4. Juni 2019

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