Zero Waste – 5 praktische Tipps zur Umsetzung

Zero Waste ist das Motto des nachhaltigen Konsums von morgen. Vor allem Food Waste ist ökologisch problematisch und hat sowohl negative wirtschaftliche als auch vor allem soziale Auswirkungen. Laut einer Berechnung der Universität Stuttgart wirft jede Person jedes Jahr ca. 85 Kilogramm Lebensmittel weg. Wenn also jeder Einzelne von uns nur ein wenig mehr darauf achtet was wir wie konsumieren, wäre das bereits ein großer Schritt. Aber wie kann ich helfen Lebensmittelverschwendung zu vermeiden? Wir haben fünf einfache Tipps für euch, wie Zero Waste alltagstauglich wird!

Zero Waste beginnt beim Einkauf

Der erste wichtige Schritt zu weniger Lebensmittelverschwendung ist, sich bewusst zu werden, was man wirklich braucht. Die einfachste Möglichkeit, Lebensmittel zu sparen, ist ein gut geplanter Einkauf. Auch ein Speiseplan für die Woche kann helfen die Lebensmittel aufzuteilen, nicht zu viel zu kaufen und bewusster zu essen. Dabei sollte man am besten immer darauf achten wenn möglich regional und saisonal einzukaufen.Zero Waste Lagern Kühlschrank Container Wer viel Verpackungsmüll vermeiden will, kann in Unverpackt Läden, Bioläden oder auf Wochenmärkten einkaufen. Beim Shoppen ist auch die eigene Einkaufstasche ein erster Schritt. Im Jahr 2016 wurden im Schnitt 45 Plastiktüten pro Person verbraucht, im Jahr 2018 waren es nur noch 24 Stück. Allerdings stieg dadurch gleichzeitig die Nutzung der kostenlosen Plastiktüten in der Gemüse- und Obstabteilung. Doch auch das lässt sich verhindern! Gemüsenetze sind die beste Wahl, um auf Plastik zu verzichten, denn diese können immer wieder verwendet werden.

Zero Waste durch die richtige Lagerung

Mit der richtigen Lagerung lässt sich Lebensmittelverschwendung ebenfalls vermeiden. Nach dem Einkauf die älteren Lebensmittel vorn im Kühlschrank oder im Vorrat verstauen, damit sie als erstes verwendet werden. Generell haben es Nudeln, Quinoa und Co gerne dunkel und trocken, sie sind daher im Schrank gut aufgehoben. Südfrüchte lieben Zimmertemperatur. Äpfel und Kartoffeln hingegen mögen es kühl und dunkel, also am besten im Keller lagern. Gemüse immer in das Gemüsefach im Kühlschrank packen, denn es hält sich dort bei kühler feuchter Luft am besten. Falls das Gemüse noch in Plastik verpackt ist, solltet ihr dieses gleich entfernt, da das Kondenswasser in der Verpackung den Faulungsprozess fördert. Einen Salatkopf könnt ihr einfach in ein feuchtes Küchentuch wickeln und dann in den Kühlschrank legen. Das hält ihn länger frisch. Ansonsten lautet die Devise: Alles was übrig bleibt wird eingefroren, getrocknet, eingekocht oder auch an Nachbarn, Freunde oder die Familie verschenkt. Habt ihr Reis übrig? Dann kocht euch doch eine leckere Reispfanne!

Zero Waste und das Mindesthaltbarkeitsdatum

Meist wird das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verfallsdatum verwechselt. Dabei gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum nur an, bis zu welchem Datum das Nahrungsmittel MINDESTENS haltbar ist. Bei richtiger Lagerung sind Lebensmittel meist noch viele Tage oder Wochen darüber hinaus verwendbar. Hier solltet ihr einfach euren Sinnen vertrauen und an den Lebensmitteln riechen oder sie probieren. In den meisten Fällen sind sie noch genießbar. Zero Waste Recycling Eine sogenannte „Eat me first Box“ kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Hier weiß jeder in der Familie, was in der Box ist, muss zuerst gegessen werden.

Zero Waste dank Resteverwertung

Gemüsereste, die normalerweise im Bio-Müll landen, wie Zwiebelschalen oder Stiele von Brokkoli, oder Sellerieblätter, können eingefroren und später zu einer leckeren Gemüsebrühe weiterverarbeitet werden. Verschrumpeltes Obst und Gemüse muss ebenfalls nicht weggeschmissen werden. Einfach einfrieren und später Smoothies oder Suppen daraus machen. Oder zum Beispiel Äpfel in Apfelmus oder welkes Gemüse in ein herzhaftes Gemüsecurry verwandeln. Zitrusschalen schmecken getrocknet als Streusel auf Eis, Joghurt und sogar Fisch großartig. Sie geben dem Gericht einen extra frisch würzigen Geschmack. Oder habt ihr schon einmal versucht aus Kartoffelschalen superleckere und knusprige Chips zu zaubern? Einfach großartig! In einer Schüssel mit etwas Öl mischen und nach Lust und Laune würzen. Danach in die Heißluftfritteuse Actifry von Tefal geben, und schon kann geknabbert werden. Ihr habt noch Möhrengrün übrig? Dann bereitet daraus ein leckeres Pesto zu, denn wie bei den meisten Wurzelgemüsesorten sind die Blätter sehr schmackhaft und gehören auf keinen Fall in den Müll! Für das Pesto einfach Möhrengrün, Nüsse deiner Wahl, zwei Knoblauchzehen, Salz, Parmesan und Olivenöl in einen Mixer oder in die multifunktionale Küchenmaschine KRUPS Prep&Cook geben, durchmixen und anschließend in Gläser abfüllen. Zum Schluss noch mit Olivenöl abdecken und fertig ist das zauberhaft selbstgemachte Pesto. Und aus Kürbisresten von Halloween lässt sich beispielsweise ein leckerer Kürbisketchup kreieren.

Rezept Kürbisketchup

Zutaten für 4 PersonenZero Waste Kürbis Ketchup
Zubereitungszeit 70 Minuten

Zutaten
800 g Kürbis
1 gelbe Zwiebel
Olivenöl
5 EL Reisessig
40 g brauner Zucker
1 Messerspitze Salz
1 Messerspitze Pfeffer
4 Sternanis
4 Nelken

Zubereitung
Den Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Der Kürbis muss nicht geschält werden. Die Zwiebel schälen und grob würfeln. Den Boden einer Kasserolle mit Olivenöl bedecken und erhitzen. Alle Zutaten in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel 1 Stunde lang bei schwacher Hitze kochen, dabei gelegentlich umrühren. Wenn der Kürbis weich ist, Anis und Nelken entfernen, mit einem Mixer oder Stabiler pürieren und den Ketchup durch ein Sieb gießen und nach Geschmack würzen.

Zero Waste – Selbst machen statt kaufen

Bei Zero Waste sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Habt ihr schon einmal versucht zum Beispiel aus Orangen- oder Zitrusschalen einen Putzreiniger herzustellen? Dafür einfach die übrig gebliebenen Schalen etwas zerkleinern und in ein Gefäß geben. Anschließend mit weißem Haushaltsessig das Gefäß füllen, sodass die Schalen komplett bedeckt sind, damit sie nicht schimmeln. Zwei bis drei Wochen ziehen lassen, ab und zu schwenken. Wenn der Reiniger eine dunklere Farbe hat und nach Zitrusfrüchten riecht, ist er fertig. Jetzt nur noch durch ein Sieb am besten in eine „alte“ Sprühflasche abgießen – fertig. Nun noch einen kleinen Schuss Spülmittel oder Flüssigseife hinzufügen, dadurch bleibt der Reiniger besser an glatten Oberflächen haften. Fertig ist der herrlich duftende Haushaltsreiniger, der unter anderem auch sehr gut Kalk lösen kann.

Noch mehr Lust auf Zero Waste? Kennt ihr die besten Tipps für Brotreste?

19. Oktober 2021

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